Mit ihrer neuesten Kampagne gegen Kindergeld ins Ausland hat die Welt Online binnen 24 Stunden dieses 'Ergebnis' fabriziert

Wie sich die ‚Welt‘ ihre ‚Fakten‘ selbst produziert

10. August 2018 | Von | Kategorie: AKTUELLES, JOURNALISMUS

Die Welt Online – seit Wochen auf dem Trip der Hetze gegen Ausländer – hat gestern eine neue Kampagne losgetreten: Diesmal geht es gegen 1,5% aller 15,3 Millionen Kindergeldempfänger. Nämlich solche Kinder, die im Ausland leben und für die Kindergeld gezahlt wird, weil ihre Eltern Deutsche sind bzw. in Deutschland arbeiten. Aus den an die zehn Artikeln allein gestern in der Welt Online zu diesem Thema entsteht der Eindruck vom flächendeckenden Betrug. Allerdings hat die Zunahme nach Auskunft einer Sprecherin der Bundesanstalt für Arbeit meist weniger mit Betrug zu tun, sondern vielmehr mit der Tatsache, dass „im Sinne der Freizügigkeit in der EU immer mehr Menschen in Deutschland arbeiten“.

Wie sich die Welt ihre eigenen ‚Nachrichten‘ produziert

Eingebettet in einen meinungs’starken‘ Artikel lancierte die Welt Online dann gestern noch eine Leserbefragung: Die prompt zum gewünschten Ergebnis führte: 83% „der Deutschen“ (sic!!) wird 24 Stunden später behauptet, seien gegen Kindergeld-Zahlungen ins EU-Ausland. – „Journalismus“ solcher Art kann so einfach sein … | Lesedauer: Ca. 7 Minuten.

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Meinungsmache gegen Ausländer dominiert in diversen Varianten schon seit geraumer Zeit die Inhalte auf der ‚Welt Online‘. Der Springer-Konzern, dessen digitale Tageszeitungs-Flaggschiffe die Online-Ausgaben von Bild und Welt, verdient sein Geld inzwischen zu mehr als zwei Dritteln mit hauptsächlich digitaler Werbung [A]. Das Erzeugen von starken Emotionen und Aktivieren entsprechender Denkmuster beim Leser, hier in der Regel GEGEN Ausländer, veranlasst einen Teil von denen zum Verfassen von Kommentaren, von denen es besonders meinungs’starke‘ Artikel leicht auf über tausend schaffen. ALLE Leser jedoch werden beim Betrachten der Inhalte und vor allem bei ihren Klick-Aktivitäten auf Bild und Welt Online lückenlos beobachtet, ihr Verhalten kann ausgewertet werden und für eigene Werbezwecke genutzt bzw. an andere Werbetreibende verkauft werden.

Die aktuelle Kampagne: Kindergeld für Ausländer = „Einwanderung in die Sozialsysteme“

Am 09.08. eröffnete die ‚Welt Online‘ eine weitere Kampagne mit einem wahren Feuerwerk von aufeinander abgestimmten Artikeln zum Thema ‚Kindergeld an „ausländische“ Kindergeld-Empfänger: Die Titel lauteten:

  • Starker Anstieg ausländischer Kindergeld-Empfänger> [1a]
  • Fast 270.000 Kindergeld-Empfänger leben im Ausland [1b]
  • Fast 11.900 Ausländer haben Anspruch auf Kindergeld [1c] [bezieht sich auf Sachsen-Anhalt]
  • Familienkasse: Kindergeld-Betrug vor allem in NRW [1d]
  • „Ob die Kinder existieren, ist eine ganz andere Frage“[1e]
  • Wie Schlepperbanden beim Kindergeld für Sinti und Roma mitverdienen (Video) [1f]
  • Sinti und Roma üben scharfe Kritik an Duisburger Oberbürgermeister [1g]

Nach dem Setzen der Denkmuster geht es ans Einfahren der Ernte: Eine Umfrage wird veranstaltet

Nachdem dieses Feuerwerk innerhalb weniger Stunden abgebrannt worden war, machte man sich ans Einholen der Ernte: Mit einer Umfrage unter der Überschrift „Sollen Familien mit Kindern im Ausland Kindergeld beziehen können?“ [2]

Die Zahl der „ausländischen Kindergeldempfänger“ ist so hoch wie nie, heißt es im einleitenden Artikel. Das läge an der „Ausweitung der EU-Freizügigkeit auf Osteuropa“. Eine infame Formulierung, die Deutsche in den Stand des Gönners und Wohltäters hebt und Bürger aus den EU-Staaten Polen, Tschechien, Rumänien, Bulgarien (und anderen) zu Almosenempfängern abstempelt. Und zwar vor allem solche, die in Deutschland arbeiten und, wie auch jeder deutsche Arbeitnehmer, hier Steuern zahlen und in die hiesigen Sozialsysteme einzahlen. Deren Familien allerdings in manchen Fällen weiterhin im Heimatland leben müssen. Insgesamt geht es um rund 236.000 Kinder von ausländischen Eltern, das sind 1,5% aller Kindergeldempfänger. Die Trennung von der Familie und den Kindern wird von den Betroffenen in Umfragen und Interviews als DAS persönliche Problem angesehen wird, das sie am allermeisten schmerzt. Dass die Familien und Kinder weiterhin im Heimatland bleiben, hat ursächlich weniger etwas mit dem angeblichen Sozialbetrug zu tun hat, sondern ist vielmehr verursacht durch Billiglöhne auf dem Bau und in der Pflege und liegt an Wohnungsmieten in Deutschland, die sich eine polnische Pflegekraft oder ein rumänischer Bauarbeiter nicht leisten kann. Diese umfassendere Betrachtung kam in den genannten Beiträgen ‚Welt Online‘ allerdings nicht vor.

Mit „Kindergeld zu beantragen“, sei „ziemlich einfach“ geht es weiter in dieser Einleitung zur Leserbefragung. „Man meldet sich als Familie in Deutschland mit einem festen Wohnsitz an. Danach geht die Meldung an die Familienkasse, die das Vorliegen von Kindern überprüft und das das Geld auszahlt.“ Was beim Leser den Eindruck induziert, dass es „ausländischen Kindergeldempfängern“ in der großen Mehrzahl darum geht, nach Deutschland zu kommen und ohne Gegenleistung Kindergeld zu kassieren. Es folgte auch sogleich und in hervorgehobener Schrift das Schlagwort von der „gezielten Migration in das Sozialsystem“. Womit die ‚Welt Online‘ die Politik der AfD fortsetzt, deren Antrag auf Beratung des Themas „Einwanderung in unsere Sozialsysteme verhindern“ am 28.06.2018 im Bundestag noch von der Tagesordnung abgesetzt worden war [3]. Im Einstimmungsartikel der Welt Online zur Leserbefragung kam als nächstes der Duisburger Oberbürgermeister zu Wort. „Ob die Kinder in Deutschland leben, ob sie in Rumänien und Bulgarien leben, ob sie überhaupt existieren, das ist dann noch mal eine ganz andere Frage, wird Sören Link zitiert. Nachdem auf diese Weise – plump und eigentlich sehr deutlich im Sinne der Methoden des politischen Framings [B]- die „rechten“ Denkmuster beim Leser aktiviert worden waren, durfte der dann selbst abstimmen.

Die notwendigen ‚persönlichen Daten‘ aus [2]

Wie immer bei diesen Civey-Umfragen, muss der Leser erst ‚persönliche Fragen‘ beantworten nach Geschlecht, Geburtsjahr und Postleitzahl. Auf ehrliche Angaben kommt es dabei nach unserer Erfahrung nicht an; jede fiktive Antwort führt auch zur Zulassung zur Teilnahme an der Befragung.

Und dann folgt das Erfolgserlebnis in Form der Antwort:

Ergebnis der Umfrage in [2] mit Stand vom 10.08.2018, 07.15 Uhr

Inzwischen, es ist jetzt kurz nach 13.oo Uhr hat die Meinungsmache weiter verfangen: Denn die Welt Online vermeldet jetzt in einem eigenen Artikel: 83% „der Deutschen“ (sic!!) gegen Kindergeld-Zahlungen ins EU-Ausland.

Würde das Ergebnis dieser Befragung tatsächlich rechtlich umgesetzt werden, so erhielten übrigens auch deutsche Familien für 32.000 Kinder, die im Ausland leben, kein Kindergeld mehr. Doch dies nur am Rande. Kollateralschäden in der medialen Meinungsmache müssen mitunter im Interesse des höheren Zieles à la ‚Welt Online‘ einfach in Kauf genommen werden.

Wie man mit Umfragen genau die Ergebnisse erzielen kann, die die eigenen redaktionellen Inhalte bestätigen …

Übrigens: Achten Sie mal drauf! Solche Civey-Umfragen werden in den Online-Zeitungen neuerdings recht gerne verwendet: Wie zuletzt vor einigen Tagen eine Umfrage zum Thema „Wiedereinführung der Wehrdienstpflicht“ im Auftrag der Funke-Mediengruppe. Durch entsprechende Einleitung in einem einführenden Artikel und Platzierung der Umfrage im redaktionellen Teil lassen sich leicht und verlässlich die Denkmuster im Kopf des Lesers aktivieren, die dann zum vorhersehbaren Ergebnis führen. Was – ganz im Sinne des medialen Perpetuum Mobile [C] – für die Redaktion den weiteren Vorteil hat, dass aus der Berichterstattung über das Ergebnis quasi fast von selbst schon der nächste Artikel entsteht. Mit dem erneut Meinung gemacht werden kann, zumal die Tatsachenbehauptung in der Überschrift nicht den Fakten entspricht, wie dieses wenige Tage alte Beispiel aus der ‚Welt Online‘ zeigt [4]:

Das ‚Ergebnis‘ der Civey-Umfrage zur Wehrpflicht auf ‚Welt Online‘ vom 10.08.2018

Und genau geschah es auch heute wieder: Aus der gestrigen Leserbefragung in der Welt Online war keine 24 Stunden später ein eigener Artikel geworden mit der (falschen!) Behauptung: „83 Prozent der Deutschen gegen Kindergeld-Zahlungen ins EU-Ausland“. So generiert sich eine Redaktion ihre Nachrichten selbst und kann auf aufwändige Recherche verzichten.

Wahlkampfhilfe für die CSU

Doch zurück zum Artikelfeuerwerk über Kindergeld ins Ausland der ‚Welt Online‘: Die agiert mit diesem Thema ja nicht nur im Sinne ihrer eigenen taktischen und wirtschaftlichen Interessen. Sondern unterstützt ein weiteres Mail deutlich den parteipolitischen Kurs der CSU. Stephan Mayer, Mitglied im CSU-Parteivorstand, innenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion in der vergangenen Wahlperiode und aktuell Staatssekretär im Innenministerium unter dem CSU-Parteivorsitzenden Seehofer durfte noch am gleichen Tag in einem ‚Welt Online‘-Interview verlangen: „Kindergeld nur auf Niveau des Aufenthaltslandes“ (des Kindes)! [5]. Eine alte CSU-Forderung, die darauf abzielt, dass Kindergeld an im Ausland lebende Kinder nur auf dem Niveau der dortigen Lebenshaltungskosten bezahlt wird. Die Forderung ist ein alter Hut, für die CSU so kurz vor der Landtagswahl in Bayern aber dennoch wichtig zur erhofften Aktivierung von Wählern. Weshalb die ‚Welt Online‘ ebenfalls gestern noch einen Artikel nachschob [6], in dem suggeriert wird, die EU-Kommission „blockiere“ diese „berechtigte“ Forderung vor einer „Einwanderung ins deutsche Sozialsystem“, wie es gleich eingangs in diesem Beitrag heißt. Diese – tatsächlich schon mehrfach aus deutschen Regierungskreisen gekommene Forderung hatte die EU-Sozialkommissarin tatsächlich erst im März diesen Jahres zurückgewiesen mit dem Verweis darauf, dass ausländische Arbeitnehmer in Deutschland auch hier Beiträge und Steuern zahlen. Und daher den gleichen Anspruch auf Leistung haben, wie die deutschen Beitrags- und Steuerzahler.

Die Fakten zum Thema

Die Süddeutsche Zeitung hatte am gestrigen Abend noch reagiert mit einem Kommentar [7], der die Unterstellung als Unverschämtheit bezeichnet, dass sich angeblich „ein Großteil der EU-Ausländer massenhaft deutsches Kindergeld ergaunert. Das war flankiert von einem Artikel, in dem Fakten vorgelegt werden [8]: Nach Angaben des Bundesfinanzministerium wurde im Juni 2018 für 268.336 Kinder, die außerhalb von Deutschland leben, Kindergeld bezahlt, darunter sind auch 32.000 Kinder von deutschen Eltern im Ausland. Die Gesamtzahl hat gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 7% zugenommen bzw. um rund 17.555 Kinder/Empfänger. Insgesamt wurde im Juni 2018 für 15,3 Millionen Kindergeld bezahlt, der Anteil der Empfänger im Ausland, um den von der Welt Online mit so viel Aufwand skandalisiert wird, liegt also bei marginalen 1,75%.

Die Empfänger verteilen sich auf Nationalitäten wie folgt:

(C) CIVES Redaktionsbüro GmbH
auf der Basis der Daten in [8]

Dazu schreibt die Süddeutsche Zeitung weiter [in 8]:

„Dass die Zahl der Kindergeldbezieher für im Ausland lebende Kinder zunimmt, hat aber wohl meist weniger mit Betrug zu tun, als mit der Tatsache, dass „im Sinne der Freizügigkeit in der EU immer mehr Menschen in Deutschland arbeiten“, sagt einer BA-Sprecherin der SZ. Als Beispiel nennt sie Bulgarien. Die Zahl der in Deutschland sozialversicherungspflichtig beschäftigten Bulgaren sei von Dezember 2016 bis Dezember 2017 um 17.550 gestiegen. Das sei eine Steigerung von knapp 19 Prozent. Sie betont: Diese Menschen lebten und arbeiteten hier und hätten dann eben auch Anspruch auf Kindergeld, auch, wenn die Kinder im Herkunftsland lebten. „Es geht also nicht um flächendeckenden Betrug und Missbrauch, den wir an einigen Standorten in Deutschland haben“.

Wir würden gerne noch anfügen: Wer weiter hetzt und aus billigen parteipolitischen bzw. eigenen wirtschaftlichen Interessen Sozialneid schürt, sollte sehr bald eine Antwort auf den Widerspruch präsentieren können, dass die Personalnot in der Alten- und Krankenpflege „katastrophal“ ist (so Bundesgesundheitsminister Spahn). Der deshalb, wie die Welt Online erst vor wenigen Wochen berichtete [9], „mit Pflegepersonal aus Südosteuropa … die Personalnot in der Pflege bekämpfen“ will. „Besonders im Kosovo und in Albanien gebe es ein hohes Potenzial an jungen Fachkräften“ hatte Spahn der Bild am Sonntag anvertraut. Dort sei „die Pflegeausbildung häufig besser, als wir denken“..

Im Sinne der Meinungsmacht der ‚Welt Online‘ ließe sich auch dieser Wiederspruch auflösen: Dadurch, dass sich Pflegekräfte aus dem Kosovo oder Albanien oder anderswo vor ihrer Einreise verbindlich verpflichten auf ein Leben ohne Familie und Kinder. Was ohnehin besser zu mancher späterer Einsatzsituation passt: Wo für – häufig noch schwarze Bezahlung zum Umgehung von Steuer- und Sozialversicherungspflichten – auch schon mal 24-stündige Verfügbarkeit und ein Leben im Gästezimmer erwartet wird, um den siechen Großvater im Kreise der deutschen Familie zu betreuen. Kinder würden dabei ohnehin nur stören.

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Quellen

[1]   alle in Welt Online vom 09.08.2018

[1a]   Starker Anstieg ausländischer Kindergeld-Empfänger

[1b]   Fast 270.000 Kindergeld-Empfänger leben im Ausland

[1c]   Rund 11.900 Ausländer haben Anspruch auf Kindergeld [bezieht sich auf Sachsen-Anhalt]

[1d]   Familienkasse: Kindergeld-Betrug vor allem in NRW

[1e]   „Ob die Kinder existieren, ist eine ganz andere Frage“

[1f]   Wie Schlepperbanden beim Kindergeld für Sinti und Roma mitverdienen (Video)

[1g]   Sinti und Roma üben scharfe Kritik an Duisburger Oberbürgermeister

[2]   ‚Sollten Familien mit Kindern im Ausland Kindergeld beziehen können?‘, 09.08.2018, Welt Online
https://www.welt.de/politik/deutschland/article180857602/Kindergeld-Sollten-Familien-mit-Kindern-im-Ausland-es-beziehen-koennen.html

[3]   Abgesetzt: Einwanderung in unsere Sozialsysteme verhindern,28.06.2018, Deutscher Bundestag
https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2018/kw26-de-einwanderung-sozialsysteme/560352

[4]   60 Prozent der Deutschen befürworten Dienstpflicht für Männer und Frauen, 07.08.2018, Welt Online
https://www.welt.de/politik/deutschland/article180725856/Dienstpflicht-fuer-Maenner-und-Frauen-60-Prozent-der-Deutschen-befuerworten-sie-WELT-Trend.html?wtrid=onsite.onsitesearch

[5]   „Kindergeld nur auf Niveau des Aufenthaltslandes!“, Welt-Interview vom 09.08.2018 mit StS Stephan Mayer
https://www.welt.de/politik/video180849940/Streit-um-Kindergeld-im-Ausland-Kindergeld-nur-auf-Niveau-des-Aufenthaltslandes.html

[6]   Im Kindergeld-Streit bekommt Brüssel Druc aus Ost- und Südeuropa, 09.08.2018, Welt Online
Im Kindergeld-Streit bekommt Brüssel Druck aus Ost- und Südeuropa, 09.08.2018, Welt Online

[7]   „Es geht nicht um flächendeckenden Betrug“, 09.08.2018, Süddeutsche Zeitung Online
https://www.sueddeutsche.de/politik/kindergeld-fuer-auslands-kinder-es-geht-nicht-um-flaechendeckenden-betrug-1.4088113

[8]   Sozialneid ist nicht angebracht, 09.082018, Süddeutsche zeitung Online
https://www.sueddeutsche.de/politik/kindergeld-fuer-eu-auslaender-sozialneid-ist-nicht-angebracht-1.4087105

[9]   Spahn will Pflegekräfter aus Albanien und dem Kosovo anwerben, 01.07.2018, Welt Online
https://www.welt.de/politik/deutschland/article178539612/Gesundheitsminister-Spahn-will-Pflegekraefte-aus-Albanien-und-dem-Kosovo-anwerben.html

Verwandte Beiträge und andere Quellen

[A]   Daten als Ware! Voll im Fokus des Springer-Konzerns, 09.03.2018, Welt Online
https://cives.de/daten-als-ware-voll-im-fokus-des-springer-konzerns-7339

[B]   Politisches Framing – Wie eine Nation sich ihr Denken einredet und daraus Politik macht, Eliabeth Wehling, Herbert von Halem Verlag 2016

[C]   Der Ausdruck vom medialen Perpetuum Mobile wurde erstmals verwendet in: Die Hunnen kommen – oder etwa doch nicht?! – Wie die ‚Welt‘ Meinung macht über Ausländer in Deutschland, 06.10.2018, CIVES
https://cives.de/die-hunnen-kommen-oder-etwa-doch-nicht-8037

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Ein Kommentar auf "Wie sich die ‚Welt‘ ihre ‚Fakten‘ selbst produziert"

  1. Matti Illoinen sagt:

    Wie es geht, Mehrheiten gegen Minderheiten aufzuwiegeln, darin haben doch viele Medien, Politik und Wirtschaft lange Jahrzehnte Erfahrungen gesammelt. Bis heute gibt es die sog. Reality Shows im Fernsehen, wo über Minderheiten auf untertesten Niveau hergezogen wird. Begleitet wird das dann noch vom Boulevard allen voran das Hetz Blatt BILD und viele andere. Es würde die Kommentar Funktion sprengen, um alle auf zu führen.

    Heute also das Kindergeld? Wenn doch bitte genau rechnen, dann nicht vergessen, Kinder die im Ausland wohnen, spart Deutschland die Kosten für Krippe, Kindergarten, Schule, oder die ärztliche Versorgung usw. ? Wenn ich all die Kosten zusammen rechne, kann auch jemand der an Dyskalkulie leidet, sehr schnell ausrechnen, dass Kindergeld alle Mal billiger für den Staat kommt.

    An ein krasses Beispiel aus der Vergangenheit sei hier noch einmal erinnert. „Florida Rolf“ welcher aus Nachvollziehbaren Gründen in den USA Sozialhilfe bezog. Es betraf nur einzel Fälle, aber gemacht wurde daraus? Genau Massen! So schnell wie hier die Gesetze unter Schröder geändert geändert wurden. Als viele Flüchtlinge nach Europa strömten, war das in erster Linie der Tatsache geschuldet, dass man in den Flüchtlingslagern, nicht mehr genügend Mittel bereit stellte, um alle zu verköstigen. Niemand dachte in Europa, allen voran Deutschland, daran, die Flucht Ursachen sofort zu stoppen? Statt dessen wurde gegen Flüchtlinge auf allen Kanälen gehetzt, und Fluchthelfer wurden unisono kriminalisiert?

    Ich möchte einmal daran erinnern, als noch die Mauer stand gab es auch Fluchthelfer, und die machten es auch für Geld, und bekamen sogar dafür noch das Bundesverdienstkreuz? Das aber interessierte die Mehrheit nicht, und das Ergebnis? Tausend Angriffe auf Flüchtlingsheime, Flüchtlinge und andere Minderheiten.

    Im Übrigen Flucht Ursachen bekämpfen, dass werden wir natürlich nicht tun, weil dann müssten wir ja unsere Lebensweise im Westen ändern.

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